Sicherheitshinweis zum IT-Sicherheitsvorfall auf der LPKF-Website
Bitte überprüfen Sie mögliche betroffene Geräte
Stand: 29.09.2026
LPKF hat einen IT-Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit seiner Website festgestellt. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde die Website am 26.09.2026 gegen 15:30 Uhr kompromittiert.
Dabei wurden einzelne Dateien der Website manipuliert. Dies konnte dazu führen, dass Besucher ab diesem Zeitpunkt eine gefälschte Sicherheits-, Cloudflare- oder CAPTCHA-Abfrage angezeigt bekamen.
Diese manipulierte Abfrage konnte Besucher dazu auffordern, unter Windows bestimmte Tastenkombinationen auszuführen, beispielsweise die Windows-Taste + R zu drücken, anschließend einen Inhalt einzufügen und diesen auszuführen.
Diese Aufforderung war nicht Bestandteil der LPKF-Website und stellte keine legitime Sicherheitsüberprüfung dar.
Haben Sie eine solche Abfrage gesehen?
Wenn Sie unsere Website seit dem 26.09.2026, 15:30 Uhr besucht und eine solche Sicherheitsabfrage gesehen, aber keine der angezeigten Windows-Anweisungen ausgeführt haben, liegen uns derzeit keine Hinweise darauf vor, dass allein durch die Anzeige dieser gefälschten Abfrage Schadcode auf Ihrem Endgerät ausgeführt wurde.
Haben Sie die angezeigten Windows-Anweisungen ausgeführt?
Wenn Sie den angezeigten Anweisungen gefolgt sind und einen Befehl über Windows „Ausführen“, PowerShell oder die Eingabeaufforderung ausgeführt haben, empfehlen wir dringend eine Sicherheitsüberprüfung des betroffenen Geräts.
Bitte beachten Sie in diesem Fall:
- Lassen Sie das betreffende Gerät zeitnah durch Ihre IT-Abteilung oder einen IT-Sicherheitsexperten überprüfen.
- Bei einem geschäftlich genutzten Gerät informieren Sie bitte unverzüglich die zuständige IT-Abteilung.
- Unternehmen sollten ihre IT-Security bzw. ihr Security Operations Center (SOC) über den Vorgang informieren.
- Sofern auf dem Gerät eine EDR-/XDR-Sicherheitslösung eingesetzt wird, sollte geprüft werden, ob diese die Ausführung erkannt und den betreffenden Prozess erfolgreich blockiert bzw. beendet hat.
- Verwenden Sie das betroffene Gerät bis zur Sicherheitsüberprüfung möglichst nicht für sensible oder geschäftskritische Anmeldungen, bevor das Kennwort für das IT-System geändert wurde.
Was wissen wir über den ausgeführten Schadcode?
Nach unseren bisherigen Erkenntnissen konnte durch das Ausführen der manipulierten Anweisung durch manuelles Eingreifen des Benutzers ein schädlicher Prozess gestartet werden, der versucht hat, weiteren Schadcode von externer Infrastruktur abzurufen.
Der nachgelagerte Schadcode konnte im Rahmen der bisherigen Sicherheitsanalyse nicht abschließend untersucht werden. Trotz verschiedener Analyseversuche konnte keine Kopie des nachzuladenden Schadcodes mehr abgerufen werden, da die externe Infrastruktur zum Zeitpunkt der Untersuchung keine entsprechende Datei mehr bereitstellte.
Daher können wir derzeit keine abschließende Aussage darüber treffen, welche Auswirkungen die vollständige Ausführung auf ein Endgerät ohne entsprechenden Sicherheitsschutz haben kann.
Moderne Endpoint-Sicherheitslösungen wie EDR oder XDR können derartige Aktivitäten unter Umständen frühzeitig erkennen und unterbrechen. Ob dies auf einem konkreten Gerät erfolgt ist, muss jedoch anhand der jeweiligen Sicherheitsprotokolle überprüft werden.
Wenn Sie die angezeigten Windows-Anweisungen ausgeführt haben, empfehlen wir daher unabhängig davon eine technische Überprüfung des Geräts.
Welche Maßnahmen hat LPKF ergriffen?
Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde die Website vorsorglich in den Wartungsmodus versetzt und eine technische Untersuchung eingeleitet.
Gemeinsam mit unseren IT-Sicherheitsdienstleistern und dem Betreiber der Website wurden Maßnahmen zur Eindämmung, Bereinigung und Absicherung durchgeführt bzw. eingeleitet.
Die betroffenen Webseiten wurden aus einem Stand vor der festgestellten Kompromittierung wiederhergestellt, sicherheitstechnisch überprüft und gegen den festgestellten Angriffsweg durch ein Sicherheitsupdate abgesichert.
Darüber hinaus werden weitere Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Die Ursachen und möglichen Auswirkungen des Vorfalls werden weiterhin untersucht.
Sind personenbezogene Daten betroffen?
Derzeit wird weiterhin untersucht, ob im Zusammenhang mit der Kompromittierung personenbezogene Daten eingesehen, verändert oder übertragen werden konnten.
Sobald hierzu belastbare weitere Erkenntnisse vorliegen und sich daraus zusätzliche Maßnahmen für Betroffene ergeben, werden wir entsprechend informieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht davon auszugehen, dass personenbezogene Daten betroffen sind.
Kontakt
Sollten Sie im Zusammenhang mit einem Besuch unserer Website seit dem 26.09.2026, 15:30 Uhr bis zum 28.09.2026 11:00 Uhr eine verdächtige Sicherheits- oder CAPTCHA-Abfrage gesehen und die darin enthaltenen Windows-Anweisungen ausgeführt haben, wenden Sie sich bitte an Ihre IT-Abteilung oder IT-Dienstleister.