Schnelle Verfügbarkeit hochwertiger Prototypen: Erster Test des neuen LPKF ProtoMat S64

Dr. Lars Bauer, Gruppenleiter am Lehrstuhl für eingebettete Systeme am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) forscht im Bereich Invasive Tiled Many-Core Architecture – und konnte als einer der ersten Anwender den neuen, teilautomatisierten Fräsbohrplotter ProtoMat S64 testen.

Beim LPKF Prototyping-Technologietag hat er von seinen Erfahrungen mit der neuen Maschine berichtet.

Herr Dr. Bauer, welche Anwendungen bzw. Projekte haben Sie auf dem neuen ProtoMat S64 durchgeführt?
Das reicht von einfachen einlagigen Adaptern bis zu komplexeren zweilagigen Platinen für Micro-Controller, Stromversorgungen, Sensoren etc. mit galvanischer Durchkontaktierung, Lötstopplack/Bestückungsdruck und Verzinnung. Wir stellen aber auch manchmal vierlagige Platinen selbst her, z.B. mit einem USB-Hub, daran angeschlossenen USB-Chips und den entsprechenden Impedanzanforderungen für die differentiellen Signalleitungen.


Was hat Sie an dem neuen System besonders gefallen?
Der Hauptvorteil des ProtoMat S64 gegenüber älteren Systemen ist meiner Meinung nach die viel schnellere Werkzeug-Kalibrierung. Die Kamera erlaubt die automatische Kalibrierung des Micro-Cutters. Dadurch wird ein ansonsten manueller und aufwändiger Schritt im Prozessablauf deutlich vereinfacht. Fünf zusätzliche Werkzeughalter und ein beschleunigter Werkzeugwechsel ermöglichen höhere Flexibilität. Und die Software CircuitPro ist an vielen Stellen nochmal besser geworden.


Gibt es auch Nachteile?
Die neuen Features sind durchweg durchdacht und erleichtern die Arbeit bzw. verbessern die Qualität der Ergebnisse. Allerdings muss man als Anwender darauf achten, dass die Druckluftversorgung dauerhaft gewährleistet ist, um die Funktionalität jederzeit sicherzustellen.


Wie ist Ihr Fazit bezüglich der Arbeit mit dem neuen System?
Mir ist die schnelle Verfügbarkeit von hochwertigen Prototypen wichtig. Die Maschine mit der hochautomatisierten Software, die dennoch auch manuelle Eingriffe an den gewünschten Stellen zulässt, ermöglicht uns die Erstellung unserer Prototypen in gewünschter Qualität. Mein Fazit: Die neue Maschine vereinfacht Prozesse. Das lohnt sich.

 

 

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