LPKF blickt trotz Corona auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück

In dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht der LPKF Laser & Electronics AG berichtet der Vorstand über den Geschäftsverlauf des Technologieunternehmens im vergangenen Jahr. Trotz Umsatzeinbußen aufgrund von Verzögerungen bei Kundenprojekten hat LPKF auch in diesem herausfordernden Jahr ein positives Ergebnis erzielt, Investitionen in neue Technologien wie geplant fortgesetzt und das Unternehmen auf seinem strategischen Wachstumskurs weiterentwickelt.

Mit einem Jahresumsatz von 96,2 Mio. EUR (- 31 %) hat LPKF das untere Ende der eigenen Prognose (96 – 102 Mio. EUR) erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist auf 7,5 Mio. EUR gesunken. Die EBIT-Marge erreichte 7,8% nach 13,7% im Jahr 2019. Der Auftragseingang liegt mit 102,2 Mio. EUR im Jahr 2020 um 10,3 % unter dem Vorjahr, der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2020 liegt mit 38,3 Mio. EUR um 6 Mio. (18,3 %) über dem Vorjahreswert von 32,3 Mio. EUR. Der Umsatzrückgang ist zu einem überwiegenden Teil auf Großprojekte mit zwei großen Kunden zurückzuführen, die aufgrund von Auswirkungen der COVID-19 Pandemie über das Jahresende 2020 hinaus verschoben bzw. ausgesetzt wurden.

In drei seiner vier Segmente hat das Unternehmen 2020 einen Gewinn erzielt, lediglich das Segment Welding, das neben der Pandemie auch von der Schwäche des Automobilsektors betroffen ist, hat 2020 einen Verlust hinnehmen müssen. Insgesamt blieb der operative Cashflow im Jahr 2020 mit EUR 4,0 Mio. positiv. Gleichzeitig hat das Unternehmen unabhängig von der Pandemie knapp 10 Mio. EUR in Zukunftstechnologien investiert, nach knapp 6 Mio. EUR im Vorjahr. LPKF ist weiterhin (netto) schuldenfrei und verfügt über eine angemessene Netto-Cash-Reserve.

„LPKF ist trotz aller Schwierigkeiten, mit denen das Unternehmen seit Beginn der COVID-19 Pandemie konfrontiert ist, heute ein stärkeres und leistungsfähigeres Unternehmen“, sagt Götz M. Bendele, Vorstandsvorsitzender. „Wir haben dazugelernt – in der Art und Weise, wie wir unsere Kunden bedienen; wie wir unsere Systeme entwickeln, herstellen, liefern und installieren; und wie wir miteinander arbeiten. Dies wird uns auch in Zukunft sehr helfen.“ Dennoch habe LPKF im Jahr 2020 seine Wachstumsziele nicht erreicht. „Für 2021 und die Folgejahre bleibt noch viel zu tun – insbesondere, wenn die Pandemie demnächst zurückgeht“, so Bendele.

Für Christian Witt, Finanzvorstand, hat das Unternehmen gezeigt, dass es auch in einer schweren Wirtschaftskrise über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um in Forschung & Entwicklung zu investieren. „In der Pandemie haben wir unsere operativen Fixkosten senken und damit ein für die Umsatzentwicklung respektables Ergebnis erzielen können. Gleichzeitig haben wir mehr als in den Vorjahren in den Ausbau unserer Zukunftstechnologien investiert und damit begonnen, intensiv mit Kunden an Pilot- und ersten Serienlösungen im Bereich LIDE zu arbeiten.“

Aufgrund der profitablen Geschäftsentwicklung, der soliden Finanzierung und des positiven Ausblicks werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 20. Mai 2021 erneut vorschlagen, eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie an die Aktionäre auzuschütten.

LPKF-Aktionäre können auf ein sehr erfolgreiches Börsenjahr 2020 zurückblicken. Aufgrund der positiven Entwicklung beim Handelsvolumen und bei der Marktkapitalisierung wurde die Aktie im Februar 2020 in den SDAX und im August 2020 in den TecDAX aufgenommen. Insgesamt stieg die Aktie mit 77 % deutlich stärker als SDAX (17 %) und TecDAX (6 %).

Witt und Bendele gehen davon aus, dass LPKF 2021 wieder deutlich wachsen wird. Allerdings sei der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Erholung in den relevanten Märkten noch ungewiss. Damit bleibe die Fähigkeit, eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 abzugeben, begrenzt.

Für die Folgejahre erwartet das Unternehmen weiterhin ein nachhaltiges, profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Zu diesem Wachstum soll auch die innovative LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching) beitragen, deren Umsatz- und Gewinnpotenzial unverändert hoch eingeschätzt wird. Zusammen mit dem Umsatz- und Ergebnisbeitrag von LIDE erwartet LPKF für das Jahr 2024 weiterhin einen Konzernumsatz von mehr als 360 Mio. EUR und eine EBIT-Marge von über 25 %, mit weiterem Wachstum danach.

Die Tatsache, dass Bendele LPKF Ende April 2021 mit dem Auslaufen seines Vertrags verlassen wird ändert nichts an der Zuversicht des Unternehmens. „LPKF ist finanziell stabil, hat ein breites und wachsendes Portfolio an innovativen Technologien und befindet sich trotz der Auswirkungen der Pandemie auf einem attraktiven Wachstumspfad“, sagt Witt. „Das hohe Engagement unserer Mitarbeiter, ihre Erfahrung, ihr Know-how und ihre Kreativität sind hierbei der Schlüssel für unseren anhaltenden Erfolg.“

Der Aufsichtsrat hat die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden begonnen.

Den vollständigen Geschäftsbericht 2020 können Sie hier herunterladen.

 

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