Digitaler Laser-Transferdruck (LTP)

Für Automobilglas

Digitaler Laser-Transferdruck (LTP)

Mit zertifizierten FERRO-Tinten

Digitaler Laser-Transferdruck (LTP)

Für zukünftige Herausforderungen
der Glasverarbeitung gerüstet

Digitaler Druck von keramischen Farben

Laser Transfer Druck (LTP): Eine innovative Digitaldrucktechnologie

Das LPKF Laser Transfer Printing (LTP) ist ein laserbasiertes Verfahren, mit dem keramische Pigmente in der ursprünglichen Siebdruckgröße aufgetragen werden können. Verglichen mit der ursprünglichen Siebdruckpaste wird nur das Medium geändert, um eine LTP-kompatible Tinte zu schaffen. Der anorganische Teil der Tinte bleibt unangetastet. Dadurch ist der resultierende Druck auf dem Glassubstrat nach dem Feuern in seiner Qualität und den physikalisch/chemischen Eigenschaften identisch mit dem des Siebdrucks. Darüber hinaus lassen sich keramische Farben mit bisher unerreichter Präzision auf Flachglas übertragen. Dies ermöglicht den Einsatz des Digitaldrucks bei Anwendungen wie beispielsweise Automobilglas, bei denen andere digitale Verfahren immer noch gewissen Beschränkungen unterliegen.

Mehr über diese einzigartige Technologie erfahren…

Das LTP-Verfahren

Beim LTP-Verfahren wird ein Endlosband als Träger für die Tinte eingesetzt. Der Laserstrahl überträgt eine genau definierte Menge der Tinte auf ein flaches Substrat. Das Farbträgerband ist für die eingesetzte Laserwellenlänge transparent. Der Laserstrahl wird auf die Tinte fokussiert und verdampft einen Teil des Lösungsmittels. Dadurch entsteht eine sich ausdehnende Dampfblase, die einen Tintentropfen in Richtung des Substrats drückt. Der Tintentropfen löst sich und setzt sich auf dem Substrat ab.

Der Laserfokus wird in Form einer Zeile entlang des Trägerbands geführt. Die kontinuierliche Bewegung der Druckkopfes relativ zum Substrat erzeugt ein Druckbild – Zeile für Zeile. Durch das Ein- und Ausschalten des Lasers während des Rasterns entsteht schließlich ein Bild.

Die eingesetzte Laserenergie bestimmt die Menge der Tinte, welche übertragen wird, und ermöglicht die Steuerung der Dicke der
Farbschicht auf dem Substrat.

 

Vom Siebdruck zum Laser Transfer

Historisch betrachtet wird Automobilglas bereits seit den 80er Jahren mit der Fahrzeugkarosserie verklebt. Der Zweck des Aufdrucks schwarzer Farbe in der an den Glaskanten besteht darin, den Klebstoff vor UV-Strahlung zu schützen. Darüber hinaus sollen die bedruckten Kanten ein von außen angenehmes Erscheinungsbild erzeugen. Heutzutage wird auch das in LKW, Bussen und Zügen verbaute Glas zum Teil verklebt und bedruckt.


Bis heute ist der Siebdruck das etablierte Verfahren, um Farben auf Glassubstrate aufzubringen. Der Siebdruck bringt jedoch gewisse Einschränkungen mit sich. Die Bildauflösung ist begrenzt, und die Schichtdicke wird durch die Siebstärke bestimmt. Es wird ein Sieb pro Glasmodell benötigt, wodurch keine Anpassung der Daten zwischen verschiedenen Gläsern möglich ist. Die Handhabung der Siebe vom Einkauf bis zur Lagerung ist aufwändig und kostenintensiv, insbesondere beim Einrüsten, der Reinigung und der Lagerung. Dies führt zu hohen Fixkosten, was den Siebdruck bei kleinen Serien unwirtschaftlich macht.


LTP ist ideal für die Herstellung kleinerer Serien geeignet, zum Beispiel von Ersatzteilscheiben und Gläsern für Transportfahrzeuge (Züge, Schiffe, LKW und Busse). Darüber hinaus kann LTP auch in der OEM-Autoglasproduktion zum Bedrucken kleiner Flächen genutzt werden, z.B. für die Realisierung von variierenden QR-Codes für die Nachverfolgbarkeit in der Produktion oder lokalen Heiz- und Antennenstrukturen. Und vor allem ist das Endprodukt auf dem Autoglas beim Siebdruck und beim LTP-Verfahren identisch, sodass für LTP keine erneute Qualifizierung erforderlich ist. Mehrere LTP-Tinten haben die entsprechenden Prüfungen der Automobilindustrie bereits erfolgreich bestanden.

Vorteile für den Fahrzeug-Glasdruck

LTP für sämtliche Druckaufgaben auf Automobilglas

Druck sämtlicher Motive

  • schwarze Umrandung und Motivdruck
  • serialisierter Logodruck
  • Silber für Antennen, Scheibenheizung und Lötpunkte

 

Ideal  für Anwendungen im Ersatzteilglas (ARG) und Transportbereich geeignet

 

 

Logodruck

Serialisierung und Individualisierung

  • QR- und Datamatrix-Codes, Seriennummern
  • QR-Codes bis hinab zu einer Größe von 4 mm × 4 mm
  • Hervorragende Qualität

 

Ermöglicht Nachverfolgbarkeit für OEM-Automobil- und Transportmittelglas

Feinliniendruck

Druck schmaler Linien

  • Hohe Linienauflösung für Silberdrucke (stabile Linienbreite von 150 µm)
  • Druck-auf-Druck zur selektiven Erhöhung der Schichtdicke
  • exakter Druck von Silber auf Schwarz, um die Antenne zu „verbergen“

 

Ermöglicht Nachverfolgbarkeit für OEM-Automobil- und Transportmittelglas

 

Drucke mit angepasster Schichtdicke

Durch Laserleistung gesteuerte Menge der übertragenen Tinte für

  • flächige Grauverläufe
  • Widerstandseinstellung ohne Änderung der Tinte

 

zum Beispiel für Heckscheiben- und Frontscheibenheizungen

     

    Laser Transfer Printing – Übertragen Sie Ideen auf Glas

    LPKF Callisto für Automobil- und Transportglas

    Das Herzstück der LTP-Drucker

    Im Inneren aller LPKF LTP-Drucker verrichtet ein Hochleistungs-Druckkopf seinen Dienst. Die Hauptbestandteile dieses Druckkopfs bilden das Farbwerk, ein Zeilenscanner und die Lasereinheit. Im Farbwerk wird ein rotierendes Endlosband kontinuierlich und gleichmäßig mit der Drucktinte beschichtet. Der Fokuspunkt des Laserstrahls wird mit extrem hoher Geschwindigkeit über das Band bewegt, um den eigentlichen Übertragungsvorgang zu initiieren. Die Lasereinheit enthält die Laserquelle sowie das Modulations-, Strahlführungs- und formungssystem.


    Die Leistung des Druckkopfs kann an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Kleine Druckflächen wie beim Logodruck werden üblicherweise mit niedriger Geschwindigkeit bearbeitet, bei der nur geringe Laserleistung benötigt werden. Für großflächige Drucke wird unser Druckkopf mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 mm/s und einer theoretischen Flächendeckung von 90 m2/h benötigt. Darüber hinaus können unsere Druckköpfe mit verschiedenen Schnittstellen ausgerüstet werden, die für unterschiedliche Integrationsszenarien geeignet sind. Dies umfasst die Integration in bestehende Drucklinien und -maschinen sowie unseren LPKF Callisto-Großflächendrucker.

     

    Der LPKF Callisto-Drucker für Glasanwendungen im Transportbereich

    Der LPKF Callisto, das erste Mitglied unserer Jupiter-Produktlinie, wurde für das Bedrucken von Transportmittel- und Ersatzteilglas entwickelt. Diese beiden Segmente umfassen herkömmliche Fahrzeuge sowie Busse, Züge, Flugzeuge und Schiffe.


    Das Design des Callisto basiert auf der umfassenden Erfahrung, die LPKF in der Vergangenheit bei der Bearbeitung glasbasierter Dünnschicht-Solarmodule gesammelt hat. Der Drucker ist mit schnellen Linearachsen in Gantry-Bauweise ausgestattet. Das Achsensystem kann mindestens einen Druckkopf aufnehmen. Das Glasreferenzierungssystem ist kamerabasiert und ist flexibel für jedes Glasmodell ohne mechanische Einrichtung nutzbar. Das Glasmodell wird durch einfachen Austausch der Druckdaten geändert. Die aufwändige und kostenintensive Einrüstung neuer Siebe entfällt. Es sind keine Reinigung, Nachbestellung und Lagerung von Sieben mehr erforderlich. Der Callisto wurde als eigenständiger Drucker konzipiert, der als Sackbahnhofsystem oder in Linien integriert konfiguriert werden kann.


    Das Callisto-Basismodell verfügt über einen Druckbereich von 2 m × 3 m und führt unseren Druckkopf mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 mm/s über das Glassubstrat. Der Kopf ist mit einem Sensorsystem ausgestattet, welches einen nahezu randlosen Druck ermöglicht. Der Druck erfolgt bidirektional, und die Höhe des Druckkopfes wird während des Druckvorgangs relativ zum Glas geregelt. Die Tintentemperatur wird auf einem konstanten Wert gehalten. Der Callisto verfügt über ein automatisches Tintenzuführungssystem für eine Tinte/Farbe. Zu den Optionen zählen eine klimatisierte Kabine, um optimale Prozessbedingungen zu gewährleisten, eine aktive Lösungsmittelabsaugung und andere interessante Erweiterungen.

    Ebenfalls als Option kann ein Einförder-Conveyor bei LPKF erworben werden. Dies ermöglicht das einfache Be- und Entladen des Glassubstrats vom oder auf das Band.

     

     

     Download

    Broschüre
    Digital Laser Transfer Printing (pdf - 586 KB)
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    Ausgefeilte Technik

    Mit Laser Transfer Printing bearbeitete Anwendungen

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